Leben auf den Philippinen | Auswandern | Visum | Lebenshaltungskosten

Betrügereien auf den Philippinen

Es gibt ein paar Spezialisten, meistens Ausländer, die auf den Philippinen leben und sich damit über Wasser halten, indem sie ihre eigenen Landsleute über's Ohr hauen.

Sowohl die deutsche Botschaft in Manila als auch die philippinische Botschaft in Berlin warnen ausdrücklich vor diesen immer wiederkehrenden Betrugsfällen, wie zum Beispiel eine betrügerische Arbeitsvermittlung auf den Philippinen.

Da werden in renomierten deutschen Tageszeitungen und im Internet Anzeigen geschaltet, in denen Arbeitskräfte für die Philippinen gesucht werden. Gesucht werden dabei hauptsächlich Handwerker aus allen möglichen Berufszweigen zu sehr lukrativen Bedingungen.

Nach einer ersten Kontaktaufnahme, teilweise sogar per Telefon, geht alles sehr schnell. Man könnte sofort auf die Philippinen reisen, ein Arbeitsvertrag liegt angeblich schon unterschriftsreif bereit usw.
Am Ende soll man lediglich das Geld für das Flugticket oder auch nur 50% davon per Western Union oder ähnlicher Reisebank auf die Philippinen überweisen. Angeblich weil die Tickets in den Philippinen billiger sind als etwa in Deutschland. Hat man das Geld dann überwiesen, hört man nie wieder etwas davon und der Empfänger des Geldes ist bei dieser Art von Überweisung nicht auszumachen bzw. unauffindbar. Man sollte bei diesen Anzeigen einmal logisch überlegen:

  • Es gibt auf den Philippinen keine Arbeitsplätze für Ausländer, schon gar nicht zu lukrativen Konditionen. Arbeitslose Handwerker haben sie auf den Philippinen selber genug, dafür brauchen sie uns Ausländer wirklich nicht.
  • Tickets sind auch auf den Philippinen nicht billiger als in Deutschland, eher das Gegenteil ist der Fall. Bei derartigen Jobangeboten also Hände weg!

Betrügerische Heiratsvermittlung auf den Philippinen:
Hier sind es ebenfalls auf den Philippinen lebene Ausländer, die sich, hauptsächlich in Internet Chaträumen oder sogar bei renomierten Vermittlungsportalen oder durch Kleinanzeigen in deutschen Tageszeitungen, als heiratswillige Filipina ausgeben. Nach einigem hin und her und diversem Geflirte über das Internet oder durch Briefe, folgt dann irgendwann eine mehr oder weniger versteckte Geldforderung. Sei es Geld für das Ticket nach Deutschland, der Bruder im Knast, die kranke Mutter, die plötzlich ins Krankenhaus mußte oder auch nur ein kaputter Kühlschrank oder ein Dach, wo es rein regnet.
Diese Art von Betrügereien haben meistens gemeinsam, daß das Geld auch hier per Western Union überwiesen werden soll, da dadurch der Empfänger mehr oder weniger anonym bleibt, bzw. eine Adresse auf dem Bankweg nicht nach-zuvollziehen ist.
Einfach kein Geld schicken, solange man die Dame nicht persönlich getroffen hat, bzw. bevor diverse Papiere zu Heiratszwecken nicht geschickt wurden: Geburtsurkunde, Ledigkeitszeugnis usw.


Betrügerische Abbuchungen vom Girokonto:
Wenn Betrüger auf irgendeine Art die Bankverbinung eines Opfers herausbekommen, wird oft ein Fax mit entsprechend gefälschter Unterschrift an die heimische Bank gesendet mit der Aufforderung, um Überweisung eines bestimmten Betrages (wegen eines plötzlich eingetretenen Notfalls) auf ein philippinisches Konto. Viele Banken führen derartige Zahlungsaufträge sofort aus, es könnte ja sein das der Kunde sich auf den Philippinen wirklich in einer finanziellen Notlage befindet, was ja auch tatsächlich manchmal vorkommt. Ist das Geld jedoch einmal überwiesen, ist es sehr schwer von der Bank etwas zurückzubekommen. Die deutsche Botschaft rät für solche Fälle, mit der Bank vor der Reise einen bestimmten Code oder ein persönliches Telefongespräch zu vereinbaren, bevor derartige Überweisungen getätigt werden.


Senden von Geld oder Kreditkarten:
Wenn Sie eine Geldkarte oder eine Kreditkarte auf die Philippinen schicken müssen oder geschickt bekommen, machen Sie das immer über einen privaten Kurierdienst wie UPS, LBC, EMS oder ähnliches, auf keinen Fall über die normale Post. Derart "verdächtige" Umschläge werden immer geöffnet und weg ist die Karte...