Leben auf den Philippinen | Auswandern | Visum | Lebenshaltungskosten

Als Rentner auf die Philippinen

Viele Menschen tragen sich mit dem Gedanken, als Rentner auf die Philippinen auszuwandern und dort Ihren Lebensabend zu verbringen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Männer, die bereits in Deutschland mit einer Filipina verheiratet sind und das Land auch schon von früheren Besuchen her kennen und dort bereits Land und Haus besitzen.

Alle anderen flüchten wohl eher in Länder wie Thailand oder Spanien, dort sind auch die Flüge kürzer und billiger, nicht aber die Lebenshaltungskosten.

Ich will versuchen, hier einmal die wichtigsten Fakten zusammenzutragen die für Rentner auf den Philippinen wichtig sein dürften.

Klima

Auf den Philippinen herrscht ein subtropischen Klima und es ist meist um die 30° C warm. Das führt dazu, dass die meisten kältebedingten Leiden, wie Schmerzen in den Gelenken etc. nach kurzer Zeit verschwunden sind. Gleiches gilt für diverse Atembeschwerden und Allergien (besonders Heuschnupfen und Asthma), da es in diesen Regioanen praktisch keinen Pollenflug gibt.

Die salzhaltige Luft vom Meer her, trägt weiterhin zum Wohlbefinden bei. Ob man die ständige Wärme allerdings auf Dauer verträgt, muß jeder für sich selbst ausprobieren. Daher empfiehlt es sich auf jeden Fall, schon vor dem eigentlichen Umzug, einen Probeurlaub auf den Philippinen zu machen.

Rente

Allen Unkenrufen zum Trotz, wird die normale Altersrente auch auf die Philippinen ausgezahlt. Bei anderen Rentenformen, wie Betriebsrente, Berufsunfähigkeitsrente, Witwenrente, Frührente etc. mag das eventuell anders aussehen, bitte informieren Sie sich daher rechtzeitig bei der zuständigen Rentenstelle ob und in welcher Höhe die spezielle Rente auch ins Ausland ausgezahlt wird.

Dabei wird auch unterschieden, ob man dauerhaft auf die Philippinen auswandert oder ob man dort nur für ein paar Monate überwintert. Rentner, die dauerhaft auf den Philippinen leben, müssen in der Regel einmal im Jahr eine Lebensbescheinigung an die Rentenversicherung schicken.

Visum & Aufenthalt

Für Rentner haben die Philippinen extra ein Rentner Visum aufgelegt, das sogenannte SRRV (Retirement) Visa. Wer mit einer Filipina verheiratet ist, hat es aber einfacher mit dem Dauervisum (Residence Visa) nach 13a oder dem kostenlosen Balik Bayan Stempel, der eine Aufenthaltserlaubnis von einem Jahr gestattet. Mehr dazu unter Rentner & Dauervisum Philippinen.

Krankenversicherung

Eine passende und vor allem bezahlbare Auslands - Krankenversicherung für Rentner ab dem 65. Lebensjahr wird immer schwieriger zu finden. Auf die gesetzliche Krankenversicherung aus Deutschland, kann man auf den Philippinen ja nicht zurück greifen und die meisten preiswerten 1- bis 5 jährigen Auslandskrankenversicherungen haben 65 Jahre als Höchsteintrittsalter angegeben. Von da an wird es dann auch meistens richtig teuer. Da gilt dann "friß oder stirb". Entweder man kann die Beträge bezahlen oder man macht sich seine eigene Versicherung, indem man sich einen ordentlichen Geldbetrag als Rückhalt auf ein Konto legt, auf das man im Schadensfalle auch schnell Zugriff hat. Mehr Infos zu den Auslandskrankenversicherungen gibt es hier.

Betreutes Wohnen & Altersheime auf den Philippinen

Auch auf den Philippinen hat man den Markt entdeckt und erkannt, dass die Versorgung von pflegebedürftigen und alten Menschen auf den Philippinen günstiger zu machen ist, als in Deutschland. Dementsprechend haben sich einige, bereits vor Ort lebende Deutsche (oder Schweizer, Österreicher) darauf spezialisiert, auf den Philippinen Unterkünfte für hilfs- oder pflegebedürftige Menschen, meist in Form von Bungalowanlagen, zu errichten. Zu Preisen von umgerechnet 20.000 bis 30.000 Euro kann man solche kleinen Häuser dann kaufen, zuzüglich diverser monatlicher Extrakosten für Pflegepersonal, je nach Bedarf.
Dabei sollten wir uns nichts vormachen: Die meisten dieser Anlagen werden dazu errichtet um damit Geld zu verdienen und nicht aus purer Hilfsbereitschaft. Leider sind auch hier ein paar schwarze Schafe dabei, die Ihre Landsleute gerne gnadenlos abzocken.

Ich neige dazu den Leuten zu raten, sich auf eigene Faust auf den Philippinen niederzulassen und die nötige Hilfe bei Bedarf selbst zu organisieren. Das ist durchaus machbar und vor allem bezahlbar.
Eventuell kann man auch auf die philippinische Familie zurückgreifen, denn im Gegensatz zu Deutschland, funktioniert das Zusammenleben von Alt und Jung auf den Philippinen noch recht gut.