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Sicherheit in den Philippinen

Da gibt es ja die wildesten Geschichten über Sicherheit und Kriminalität in den Philippinen. Immer wieder sorgen bewaffnete Raubüberfälle in Häusern oder auf offener Straße für Schlagzeilen. Das gibt einem natürlich zu Denken, wenn man überlegt sich auf den Philippinen nieder zu lassen.

Natürlich sind diese Berichte nicht aus der Luft gegriffen und natürlich gibt es Verbrecher aller Art auf den Philippinen aber ich frage mich, ob wir da in Deutschland wiklich besser dastehen?

Auch in Deutschland vergeht kaum kein Tag, wo nicht irgendwo eine Leiche gefunden wird, Kinder verschwinden oder jahrelang tot in einer Kühltruhe liegen. All diese Kriminalfälle aus Deutschland muß man sich erst mal ins Gedächtnis zurückrufen, bevor man ein Urteil über die Philippinen fällt.

Als ich 1993 das erste mal auf den Philippinen war, hatte ich ebenfalls ungute Gefühle. In Manila vermutete ich in jeder dunklen Gasse einen Hinterhalt, an jedem öffentlichen Gebäude wie Disco oder Restaurant stand draußen ein Schild: No Firearms!, also man durfte keine Waffen mit reinbringen. Hatte hier etwa jeder eine Knarre in der Tasche, die man immer erst bei der Rezeption abgeben mußte? Das ist aber alles schon lange her. Von besagten Schildern gibt es inzwischen viel weniger.


Was noch auffällt in den Philippinen, sind die eingemauerten und teilweise mit Stacheldraht abgesicherten Villen in den Großstädten, die eigentlich keine Villen mehr sind, sie sehen eher aus wie Bunker.

Tatsächlich gibt es, wie in Deutschland auch, in den Großstädten wesentlich mehr Kriminalität als auf dem Land und an belebten Plätzen sollte man seinen Geldbeutel immer gut festhalten wegen der zahlreichen Taschendiebe, die es hier noch gibt, eine Rasse die in Deutschland fast ausgestorben ist.
Ich würde auch nicht auf den Philippinen leben wollen, wenn ich soviel Geld hätte, das ich einen Bodyguard bräuchte und auch bezahlen könnte. Kurzum, Millionäre sollten sich vielleicht besser ein anderes Land aussuchen, denn sie sind ein potenzielles Ziel für schlechtes Gesindel.


Auf dem Land, etwas außerhalb der größeren Städte, lebt man allerdings ziemlich gelassen was irgendwelche Überfälle angeht. Hier kennt jeder jeden und eine fremde Person die Nachts um die Häuser schleicht würde sofort auffallen. Auch haben hier die Häuser keine Mauern oder Stacheldraht mehr. Hier auf Bohol leben fast in jedem Dorf Ausländer aus aller Herren Länder und fühlen sich Pudelwohl, was ihre Sicherheit angeht.


Alles in allem sollte man sich an die allgemeinen Regeln halten, die für alle ärmeren Länder wie die Philippinen gelten:

  • Nicht zu sehr mit Wohlstand protzen
  • Niemals größere Geldmengen offen herumzeigen, Gelegenheit macht Diebe
  • Bei größeren Menschenansammlungen, insbesondere in den Städten, Geldbörse festhalten.
  • Keinen teuren Schmuck sichtbar am Körper tragen
  • Niemals Geld bei fremden Personen umtauschen, von denen man angesprochen wurde, egal wie gut die Tauschrate auch ist.
  • Am Ende gilt noch die goldene Regel, die wir in Deutschland schon unseren Kindern beibringen: Gehe niemals mit einem Fremden mit. Das gilt in den Philippinen auch für Erwachsene, um irgendwelchen Betrügereien mit zwielichtigen Geschäften auszuweichen. "Hello my Friend..."
  • Es sind nicht immer die Einheimischen, vor denen man sich in in Acht nehmen muß, auch den eigenen Landsleuten darf man nicht trauen. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch: Betrügereien in den Philippinen!

Gefährliche Regionen

Das Auswärtige Amt warnt vor dem Aufenthalt und vor Reisen in bestimmte Gebiete von Mindanao auf den Philippinen. Dazu gehört insbesondere die Gegend um Zamboanga City, Basilan sowie die Inseln des Zulu oder Sulu Archipels. Das ist die Inselkette, die Mindnao ganz im Süden mit Borneo, was zu Malaysia gehört, verbindet. In dieser Gegend treiben diverse Banden wie die Abu Sayaf oder MILF ihr Unwesen. Durch diese und andere islamische Terroristen ist besonders in Mindano mit terroristischen Anschlägen zu rechnen.


Andere Gebiete von Mindanao, etwa die Nordküste um Cagayan de Oro, Camiguin Island usw. und auch Davao im Süden kann man relativ gefahrlos bereisen. In Davao und Cagayan de Oro leben außerdem sehr viele Ausländer.


Fazit: Es gibt viel Licht und Schatten auf den Philippinen aber die Kriminalität ist mit Sicherheit kein Grund, um Angst vor den Philippinen zu haben oder auf ein Leben in den Philippinen zu verzichten. Wir sind hier nicht im Wilden Westen!