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Rückwandern - Zurück nach Deutschland

Jedes Jahr verlassen viele vermeintliche Auswanderer ihre Wahlheimat und müssen oder wollen zurück in die kalte Heimat. Die Gründe dafür sind vielfältig. Da können schlimme Krankheiten, Frust, eine Trennung vom Partner oder private Insolvenz (Pleite) eine Rolle spielen.

Insbesondere in letzterem Fall sollte man die Situation rechtzeitig erkennen und frühzeitig die Reißleine ziehen. Ich habe Leute kennen gelernt, die ohne einen Peso in der Tasche in Manila waren und darauf gehofft hatten, dass die deutsche Botschaft in Manila ihnen das Heimflugticket bezahlt.

Dem ist ganz sicher nicht so. Die Botschaft hilft Gestrandeten zwar in formalen Angelegenheiten, wie der Ausstellung eines neuen Passes aber ein Ticket haben sie meines Wissens nach noch nicht bezahlt. Schließlich ist die Botschaft ja auch kein Reisebüro.

Es kann also von Vorteil sein, wenn man sich über die Möglichkeit eines Scheiterns bereits vor der Auswanderung Gedanken gemacht hat. Da ist es gut, wenn man im Heimatland noch Freunde oder Verwandte hat, die einem im Notfall mit ein bisschen Geld über die Runden helfen können.
Und nicht nur das! Was ist, wenn man in Deutschland gar keine Bleibe mehr hat? Wo soll man wohnen?

Vielleicht kann ein Campingplatz da eine preiswerte Anlaufstelle sein aber auch der will ja bezahlt werden. Ansonsten kommen auch hier wieder Freunde und Verwandte ins Spiel. Aber auch die sollte man nicht überbeanspruchen.

Wichtig ist, dass man rechtzeitig seine Träume von einem Leben am Strand beerdigt und die Reißleine zieht, so lange es noch geht und man wenigstens noch die Kohle für ein Heimflugticket und einen geordneten Rückzug hat.

In Deutschland führt dann wahrscheinlich der erste Weg zum Sozialamt aber wie lange es da dauert bis sich das soziale Netz vollständig aufspannt, weiß ich auch nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es auch dort ein paar Tage oder gar Wochen dauert, bis man vielleicht eine Wohnung zugewiesen bekommt und Hartz4 Gelder fließen. Wer dahingehend schon Erfahrungen gemacht hat, darf mir gerne einen Bericht zusenden. Meine Emailadresse findet sich im Impressum.

Hartz4 oder Sozialhilfe in irgendeiner Form gibt es auf den Philippinen übrigens nicht. Wenn sich also herausstellt, dass das geplante Projekt auf den Philippinen in die Hose geht, heißt es rechtzeitig den Rückzug antreten und Rückwandern nach Deutschland.