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Gesund Leben auf den Philippinen

Lebt man auf den Philippinen wirklich gesünder als in Deutschland? Ich behaupte nein, jedenfalls nicht, was das Essen anbelangt.

Es steht außer Frage, das diverse Zivilisationskrankheiten, wie diverse Allergien, Gliederschmerzen und verschiedene Hautkrankheiten, wegen dem warmen Klima und der salzhaltigen Luft auf den Philippinen, entweder auf wundersame Weise verschwinden oder gar nicht erst stattfinden.

Was aber das gesunde Essen anbelangt, bin ich eher skeptisch. Zwar finden Lebensmittelskandale, wie wir sie von Deutschland her kennen, auf den Philippinen eher nicht statt, das liegt aber wohl eher an der der Tatsache, dass es dort auch keine Kontrollorgane gibt, wie in Deutschland. Die Mastbetriebe, wo Schweine, Hühner und auch Garnelen aufgezogen werden, können also quasi machen, was sie wollen und ich fürchte, das tun sie auch.

Viele Auswanderer denken auch Philippinen = Asien = China und haben dabei die geheimnisvolle, chinesische Kräutermedizin im Hinterkopf. Leider sind heilsame Pflanzen und Kräuter und sogar viele Gewürze, dem gemeinen Filipino völlig unbekannt. Einzige Ausnahme: Ampalaya! Diese gurkenähnliche Frucht soll angeblich gegen Diabetes helfen oder sie verhindern, das wissen hier alle. Leider schmeckt die ziemlich bitter.

Ein Blick in die Supermärkte läßt auch Schlimmes erahnen. Konservendosen, soweit das Auge reicht. Obwohl hier unten so ziemlich alles wächst und wie im Fall von Ananas, sogar exportiert wird, kaufen die Filipinos ihre Nahrung zum großen Teil in Dosen. Das gilt besonders für die erwähnte Ananas. Auf den Märkten in der Provinz ist sie eher eine Ausnahme und wenn es mal welche gibt, sind sie ungewöhnlich teuer. In Thailand beispielsweise, kann man Ananas direkt vom Wagen schon für umgerechnet ca. 5-6 Peso (4-5 Thai Baht) das Stück(!) kaufen, auf den Philippinen zahlt man dagegen ca. 25 Peso pro Kilo.

Zurück zur ungesunden Ernährung: Zwar können die Filipinos nicht viel falsch machen, wenn sie tag ein - tag aus große Mengen Reis mit gebratenem Fisch essen aber sie trinken dazu auch große Mengen des bekannten braunen Getränks mit viel Zucker drin.

Überhaupt mögen sie es hier unten sehr süß. So sind auch alle Teigwaren, inklusive Pizza, aus einem sehr süßen Teig gemacht, wieder mit viel Zucker drin. Wenn man mal Spaghetti Bolognaise macht, darf man nicht vergessen, die Nudeln in Zuckerwasser zu kochen, weil "sie sonst nicht schmecken". Wohl bekomm's.

Die großen Lebensmittelkonzerne, mit all ihren künstlichen Zusatzstoffen haben also längst ihren Einzug in den philippinischen Alltag gehalten. Wer sich als Auswanderer gesund ernähren möchte, sollte also den Fisch am besten frisch vom Fischer kaufen und sich einen eigenen Kräutergarten anlegen.

Letzteres habe ich vor 2 Jahren probiert, die Samen gingen auch alle auf aber das ganze Unternehmen wurde beim nächsten großten Regen überschwemmt und die jungen Pflänzchen abgeknickt und dem Erdboden gleich gemacht.

Soviel zum gesunden Essen auf den Philippinen. Kommen wir zum allgemeinen Umfeld. Wie gesagt, es ist fast immer um die 30° warm und diverse, kältebedingte Wehwehchen, haben keine Chance. Wer aber wirklich in einem einigermaßen gesunden Umfeld auf den Philippinen leben möchte, sollte sich zumindest von den größeren Städten fernhalten.

Bestimmungen zur Feinstaubregelung oder Abgasnormen, sind auf den Philippinen nämlich ebenso unbekannt, wie gesunde Kräuter oder die Tatsache, dass Dieselabgase Krebs erzeugen.
Ich kam einmal an einem schönen, klaren Morgen mit dem Schiff in Cebu an und konnte schon von weitem die riesige grau-braune Dunstglocke sehen, die über der Stadt hing und sich gegen den blauen Himmel abhob. Wirklich ein einmaliges und prägendes Erlebnis.